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Bad-Designer Rainer Lukas hinter einer Auswahl von
Badarmaturen

 

Artikel im Weser Kurier am 12.04.2006
Autorin: Franca Reitzenstein

Vom Heizungsbauer zum Bad-Designer
Rainer Lukas hat vor 15 Jahren seine "Linie" gefunden BREMEN. Rainer Lukas hat ein Faible für schöne Bäder. Der gelernte Heizungsbauer verbindet in seinem Geschäft für Heizung und Sanitär in der Bremer Neustadt Design mit Handwerksarbeit. Im so genannten Showroom seines Betriebes "Linie L" findet sich die ganze Palette der Badausstattung - von Fliesen über Waschbecken bis hin zum einzelnen Haken. Erst spät in seinem Leben hat Rainer Lukas seine Berufung in die Tat umgesetzt. Seit etwa 15 Jahren ist der 63-Jährige auf die gehobene Gestaltung von Bädern spezialisiert. Zunächst absolviert er eine Ausbildung zum Heizungsbauer. Einen "vernünftigen Beruf, wie seine Familie damals befand. Er lernt in Blumenthal und bringt es bis zur Gesellenprüfung. Alles läuft gut, bis in Bremen der Bau von Wohnblöcken einsetzt. Lukas baut dort Heizungen ein. Eine Endlosschleife aus immer gleichen Räumen, Heizungen und Arbeitsabläufen. Lukas wechselt die Firma, als Mitte der 60er Jahre der Umstieg auf Ölheizungen einsetzt. Er macht seinen Meister und ist doch nicht zufrieden. Ein befreundeter Architekt überzeugt ihn 1973 schließlich von den Vorzügen der Selbständigkeit. "Meine Frau war dagegen. Aber ich hab's trotzdem gemacht", beschreibt Lukas die damalige Entscheidung. Bald arbeitet er mit 30 Mitarbeitern. Da ist Lukas noch einer von vielen. Er bewirbt sich auf Ausschreibungen und ist Subunterehmer am Bau. Vor ihm stehen die Architekten. Die sagen ihm, wie die Gestaltung läuft und Lukas' Leute führen aus. Das reicht ihm nicht. "Ich wollte in der ersten Reihe stehen und meine eigenen Ideen umsetzen", sagt der Unternehmer. Im Laufe der Zeit habe er gemerkt, dass ihn eigentlich nicht interessiere, was hinter der Wand sei. All die Rohre, Leitungen und Abflüsse seien zwar nötig. Sein Fokus richte sich aber mehr auf das Design. Diese Wandlung habe vor allem zwei Ursachen, ist Lukas überzeugt. Zum einen hatte er im Freundeskreis viele künstlerisch arbeitende Menschen um sich, zum anderen entwickelten seine Zwillingstöchter einen ausgeprägten Hang zur schöpferischen Arbeit. Die eine ist heute Modedesignerin in Hamburg, die andere hat sich auf Industriedesign ausgerichtet. Die Kreativität der Töchter wirkt wohl ansteckend auf den Vater. Rainer Lukas schert schließlich aus der Reihe aus. Er lenkt die Firma in neue Bahnen und spezialisiert sich auf Privatkunden. Zwischen ihm und dem Bauherren steht niemand mehr. Das ändert die Arbeit im Betrieb vollständig. Die Verantwortung für jeden sei größer, ständige Qualifizierungen nötig und die Kundenorientierung in den Mittelpunkt gerückt. Viele seiner damaligen Mitarbeiter können und wollen diesen Weg nicht mitgehen. Heute arbeitet er mit vier Leuten und spricht von seinem Team. "Ohne die geht gar nichts. Sie leben meine Vorstellungen von Design und Handwerk mit", lobt Lukas seine Beschäftigten. Alle mussten in Kauf nehmen, dass der Markt spezieller und kleiner geworden ist. Lukas weiß zu schätzen, wenn seine Leute manchmal Urlaub abfeiern, um die Zeit bis zum nächsten Auftrag zu überbrücken. "Uns verbindet die Einstellung. Wir wollen keine Reichtümer anhäufen, wir wollen die Kunden glücklich machen. Deren Anerkennung und Freude ist mit Geld nicht zu bezahlen", bringt es Lukas auf den Punkt. Demzufolge sind den Wünschen und Ideen keine Grenzen gesetzt. Höchstens räumliche und natürlich finanzielle. Seine Kundengespräche beginnen mit der Frage nach dem Traumbad, sagt Lukas. Dann folgt das Zeichnen und Planen. Auch seine beiden Töchter designen mit. Erst wenn die Ideen Gestalt angenommen haben, kommt die Frage nach dem Budget. "Auch mit einem kleinen finanziellen Rahmen lässt sich etwas schönes machen", betont Lukas. Allerdings sei unter 5000 Euro nicht viel zu machen. Er versuche stets, Budget und Wünsche in Einklang zu bringen, und meistens gelinge ihm das auch. Wenn der Schritt gemeistert ist, geht Lukas mit seinem Team an die Arbeit. "Bei mir können die Kunden während der Bauzeit auch in den Urlaub fahren. Sie können sich auf einwandfreie Umsetzung verlassen", erklärt Lukas seinen Anspruch. Dazu gehöre nicht nur der tadellose Einbau. Für Lukas machen die Kleinigkeiten den Unterschied aus. Nach Abschluß der Arbeiten komme eine Putzfrau, und auch eine stilvolle Dekoration gehöre dazu. Da streut seine Frau mal Rosenblätter in die Wanne und drapiert die passende Seife dazu. Für die überschwängliche Freude seiner Kunden lohne sich der Einsatz. Das will er noch möglichst lang so weiter machen. Und dann? Ob seine Töchter den Betrieb übernehmen wollen, weiß er nicht. Aber die sechsjährige Enkeltochter Emma malt auch schon Bäder und Grundrisse. Vielleicht tritt sie in Rainer Lukas Fußstapfen.

         
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